Max Goldt live

Der Satiriker Max Goldt ist am 4. September 2026 live in Stralsund zu erleben. Auf Einladung der STRANDLÄUFER Verlagsbuchhandlung stellt der namhafte Schriftsteller, Musiker und Bühnenkünstler sein neuestes Buch „Aber?“ vor. Der geschliffene Stilist mit der spitzen Feder schildert in scheinbar alltäglichen Szenen, wie komisch unser Zusammenleben ist und spießt dabei so manche Entgleisung der Sitten und Gebräuche auf.

Max Goldt wurde 1958 in Göttingen geboren und lebt heute in Berlin. Vielen dürfte er als langjähriger Kolumnist des Satire-Magazins „Titanic“ bekannt sein. Seit 1996 ist er Teil des Comicduos Katz & Goldt, auf das sich seine literarische Tätigkeit seit den 2010er Jahren konzentriert. Außerdem ist er Mitglied der 1981 gegründeten Band Foyer des Arts. 2008 wurde Goldt auf Empfehlung von Daniel Kehlmann mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury hieß es, Goldt habe den deutschen Alltag „bis zur Kenntlichkeit entstellt“. Eine ähnliche Formulierung hatte Goldt in einem früheren Text parodiert.

Sein Gastspiel in Stralsund am 4. September 2026 beginnt um 19 Uhr in der Alten Eisengießerei (Frankenstr. 61). Der Kartenvorverkauf läuft über die STRANDLÄUFER Verlagsbuchhandlung, Mönchstr. 38, Tel. 03831/6660555, info@strandlaeufer-verlag.de. Die Tickets kosten 20 Euro.

 

Die nächste Buchmesse ruft!

Am ersten September-Wochenende ist es wieder soweit: Verlage und Autoren laden ein zur nächsten Vorpommerschen Buchmesse. Erneut wird der KulturKonsum in Loitz Gastgeber dieser jährlichen Veranstaltung sein, auf der das Publikum Neuerscheinungen und Longseller der vorpommerschen Regionalliteratur entdecken, mit den Autorin ins Gespräch kommen und Lesungen erleben kann.

Die Messe ist am 5. September 2026 von 10 bis 17 Uhr und am 6. September 2026 von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Der Lesungsreigen wird am Samstag um 13 Uhr mit Kinderbüchern von Martina Loose eröffnet. Es folgen im Stundentakt Christine Koch, die für einen Perspektivwechsel wirbt und auf die kleinen Dinge im Alltag aufmerksam macht, und Reinhard Bach, der über Ernst Moritz Arndt spricht. Am Sonntag beginnt die erste Lesung um 13 Uhr mit Frank Biederstaedt, der ein Buch über die Entwicklung der Fotografie in der Region veröffentlicht hat. Um 14 Uhr lädt die Journalistin Janet Lindemann zu einer Spielrunde mit dem druckfrischen Rügen-Quiz ein. Und um 15 Uhr stellt der STRANDLÄUFER-Autor Peter Hoffmann seinen realsatirischen Stralsund-Krimi „Echte Strunken“ dem Loitzer Publikum vor.

Der KulturKonsum in Loitz war schon mehrfach Gastgeber für die Vorpommersche Buchmesse und versorgt die Besucher mit Selbstgebackenem und kräftigem Imbiss. Zu finden ist das restaurierte Ensemble in der Peenestraße 8. Die idyllisch an der Peene gelegene kleine Stadt ist schon lange ein beliebtes Ausflugsziel und erweist sich stets als guter Gastgeber. Die Buchschaffenden der Region freuen sich darauf, sich dieses Jahr wieder dort versammeln zu können.

Auf literarischer Entdeckungstour durch Stralsund

Auf dem Alten Mark vor dem Goldenen Löwen gab es schon allerhand Literarisches zu entdecken für die Tagesspiegel-Reisegruppe. Katrin Hoffmann erzählte beispielsweise über den „Jungherrn von Stramin“ von Hans Fallada. Foto: D. Nolte

Wenn 32 unternehmungslustige Senioren aus Berlin eine Lesereise nach Stralsund und Wismar unternehmen, dann können sie was erleben: Der Tagesspiegel hatte kürzlich zu einer Leserreise an die Küste eingeladen, die von der Journalistin Dorothee Nolte begleitet und bei der besonders auf kulturelle Aspekte in den alten Hansestädten aufmerksam gemacht wurde. Einen Vormittag verbrachte die Reisegruppe mit der Autorin, Verlegerin und Buchhändlerin Katrin Hoffmann, die zu einem literarischen Streifzug durch die Altstadt aufrief. „Die Stoffe liegen bei uns auf der Straße“, bekannte die Bücherfrau und erzählte allerhand Interessantes und Unterhaltsames über Hans Fallada, Elizabeth von Arnim, Heinrich Alexander Stoll oder Benno Pludra. Sie alle nutzten Stralsund in ihren Romanen und Erzählungen und arbeiteten literarisch Puzzlestücke der Stadtgeschichte auf.

Die Berliner Senioren zeigten sich sehr angetan von der literarischen Wanderung. Viele lernten Stralsund und Wismar zum ersten Mal kennen und zeigten sich begeistert. Es sollte nicht wundern, wenn etliche von ihnen als Besucher wiederkehren.

Wortschatz erfolgreich gehoben!

Was ist eine HYPOTHESE? Und was eine QUARANTÄNE? Wie sieht eine PRÄRIE aus? Und wer kennt ein GRAMMOFON? Solche Fragen beschäftigten die Kinder der Klasse 1b der Montessori-Grundschule „Lambert Steinwich“ im zu Ende gegangenen Halbjahr mehrfach. Denn die Mädchen und Jungen beteiligten sich am „Wort-Schatz“-Projekt, das die engagierte STRANDLÄUFER-Buchhändlerin Katrin Hoffmann im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hatte. Nachdem die Kinder wöchentlich ein Buch aus der Wortschatz-Kiste ausgeliehen, gelesen (oder von Vorlesern gehört) und dabei spannende neue Wörter gefunden hatten, trafen sie sich kurz vor den Zeugnissen zur Abschlussveranstaltung im Museumshaus Mönchstr. 38. Und bei der gründlichen Besichtigung des historischen Gebäudes lernenten sie gleich noch ein paar neue Wörter für ihre Sammlung dazu. Jetzt wissen sie auch, was eine FLOTTE LOTTE, ein FLEISCHWOLF oder eine KAFFEEMÜHLE sind.

Das Projekt, das sowohl der Leseförderung als auch der Wortschatzerweiterung dient, findet im nächsten Schuljahr eine Neuauflage an der Burmeister-Grundschule. Katrin Hoffmann stellt bereits eine Kiste voller Lesestoff für eine künftige 2. Klasse zusammen, die dann fleißig neue Wörter kennenlernen will. Ein Teil des Geldes für den nagelneuen Lesestoff stammt von privaten Sponsoren, ein anderer aus der Klassenkasse. Schon jetzt ein herzliches Dankeschön an die Förderer des Wort-Schatz-Projektes.

Stehende Ovationen für Irina Scherbakowa

Einen denkwürdigen Abend erlebten die 130 Gäste in der ausverkauften Lesung mit der russischen Bürgerrechtlerin Irina Scherbakowa im Stralsunder STiCer-Theater. Nachdem sie einige Passagen aus ihrem Buch „Der Schlüssel würde noch passen“ gelesen hatte, berichtete sie über die Entstehung und Arbeit der Organisation „Memorial“, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Inzwischen ist „Memorial“ von Putins Regime verboten und als terroristisch abgeurteilt worden. Doch die Arbeit geht weiter, wie Irina Scherbakowa berichtete: „Wir sind ein Netzwerk. In 14 Ländern der Erde gibt es Partnerorganisationen.“ Und: „Wir sammeln weiter!“ Jetzt gehe es nicht mehr nur darum, die Geschichte der stalinistischen Unterdrückung zu untersuchen, sondern auch Kriegsverbrechen und Völkerrechtsverletzungen der Gegenwart zu dokumentieren, wie sie in Tschetschenien und der Ukraine passieren würden, bekräftigte die Historikerin und Publizistin.

Die 76-Jährige, die im Exil in Berlin lebt, schien keineswegs müde oder abgekämpft. Ob sie nicht manchmal Angst um Leib und Leben habe, wollte STRANDLÄUFER-Verleger Peter Hoffmann, Moderator des Abends, von ihr wissen. Das wies Irina Scherbakowa von sich. „Angst? Nein. Da sind andere Gefühle, vor allem Wut und Zorn“, bekannte sie. Angst habe sie vielmehr um langjährige Mitstreiter von „Memorial“, darunter Menschenrechtsanwälte, die bis zum Schluss gegen das Verbot der Organisation gefochten haben, und die nun dringend aus Russland entkommen müssten. Es gebe momentan aber kein europäisches Land, das sich zur Aufnahme dieser Aktivisten bereit erklärt, bedauerte sie.

Fast eine Stunde lang beantwortete die Publizistin geduldig Fragen aus dem Publikum, bis sie von STRANDLÄUFER-Buchhändlerin Katrin Hoffmann am Ende des Abends mit den Worten verabschiedet wurde: „Frau Scherbakowa, was sind Sie für eine mutige, mutige Frau!“ Viele Besucher erhoben sich daraufhin beim Schlussapplaus von ihren Plätzen und würdigten Irina Scherbakowa mit stehenden Ovationen.

Irina Scherbakowa und Peter Hoffmann im Gespräch auf der Bühne. Foto: K. Hoffmann

 

Gelungenes Schülerpraktikum

Die 16-jährige Jasmin Engel, die das Gymnasium in Barth besucht, bewarb sich erfolgreich um ein einwöchiges Schülerpraktikum beim STRANDLÄUFER Verlag. Hier fasste sie ihre Eindrücke von diesem Praktikum zusammen: 

Im Zuge meines Schülerpraktikums durfte ich ein bisschen „Strandluft“ schnuppern, indem ich bei der STRANDLÄUFER-Verlagsbuchhandlung hinter die Kulissen des Buchhandels spähen konnte. In den fünf Tagen zeigten mir die Inhaber Katrin und Peter Hoffmann mit viel Geduld die tägliche Routine, vom morgendlichen Wecken der Kasse, über die Bedeutung der Warengruppen und dem Aufbau des Ladens, bis hin zum Kassenschluss. Vor allem aber begeisterten mich die Gespräche mit Kunden, bei denen ich zuhören konnte, und mit Katrin Hoffmann selbst, in denen ich fast mehr lernte, als in einem Jahr Deutschunterricht.
Ich hatte in der Woche viel Spaß, was nicht zuletzt an der Herzlichkeit und Offenheit liegt, mit der ich aufgenommen wurde.

Gelungenes Klosterfest

STRANDLÄUFER-Verleger Peter Hoffmann – zum Klosterfest zünftig in Mönchskutte – beim Fachsimpeln mit seinem Kollegen Michael Handwerg von der Edition Pommern. Foto: K. Hoffmann

Mehrere Hundert Besucher begaben sich am ersten Juni-Wochenende auf Entdeckungstour im Johanniskloster, dessen Tore zum zweiten Mal für das Klosterfest der Vereine und Kulturschaffenden von Stralsund geöffnet waren. Unter Federführung des Bürgerkomitees „Rettet die Altstadt“ bereicherten zahlreiche Initiativen das Fest. So berichteten Förder- und Traditionsvereine anschaulich von ihrer Arbeit, boten Musik und Verköstigung, Literatur, Kunst und Geschichte, Basteln, Kunsthandwerk und immer wieder Führungen durch die altehrwürdige Anlage. Der Geschichtsverein Stralsund hatte historische Aufnahmen vom Johanniskloster zu einer Bilderschau zusammengestellt, die einen Rückblick auf die wechselvolle Geschichte des mittelalterlichen Klosters gewährte. Die Fördervereine der Volkswerft und des Marinemuseums Dänholm waren dicht umlagert. Und beim gerade erst gegründeten Bogenschützenverein der Hansestadt konnte man selbst mal versuchen, einen Pfeil ins Ziel zu lenken.

Die Stadtverwaltung unterstützte die Initiative nach Kräften und übernahm unter anderem die Druckkosten für Plakate und Flyer. Am Sonntag wurde zudem der Welterbetag begangen. Aus diesem Anlass eröffnete Oberbürgermeister Alexander Badrow das Festgetümmel mit einer Ansprache im Chor des Klosters.

Auch der STRANDLÄUFER Verlag beteiligte sich gern am zweiten Klosterfest in St. Johannis. Der Büchertisch mit historischen Titeln aus dem Verlagsprogramm war für viele Besucher interessant. Und am Samstag lasen die Autoren Katrin und Peter Hoffmann ein Stück aus ihrem Roman „Des Henkers Knecht“, der gut in das historische Ambiente passte. Die zweite geplante Lesung am Sonntag fiel dann allerdings den Wetterkapriolen zum Opfer. Ein kräftiges Gewitter beendete das Fest leider vorzeitig.

Doch davon lassen sich die engagierten Vereine nicht entmutigen. Sie richten nun ihren Blick auf das nächste Jahr, wenn es eine Neuauflage des Klosterfestes geben soll.

Friedensnobelpreisträgerin kommt nach Stralsund

Am 10. Juli 2026 ist Irina Scherbakowa Gast des nächsten STRANDLÄUFER-Lesungsabends. Sie stellt ihr Buch „Der Schlüssel würde noch passen – Moskauer Erinnerungen“ vor, das Ende vorigen Jahres bei Droemer erschienen ist. Das neue Buch der renommierten und vielfach ausgezeichneten Historikerin, Publizistin und Schriftstellerin erzählt von den kurzen Jahren der Perestroika. Scherbakowa berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Moskau und auf dem Land zu Beginn der 1990er-Jahre. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Das Thema der Autorin ist auch ihre bis heute andauernde aktive politische Tätigkeit und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur.

Irina Scherbakowa, die nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges ins Exil gehen musste und jetzt in Berlin lebt, ist eine der bedeutendsten russischen Oppositionellen. Sie ist Mitgründerin der Menschenrechts-Organisation „Memorial“, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Wer die Begegnung mit dieser mutigen und beeindruckenden Frau sucht, hat am 10. Juli um 19 Uhr bei der Lesung im STiCer-Theater (Alte Eisengießerei, Frankenstr. 61) Gelegenheit. Der Kartenvorverkauf läuft bereits in der STRANDLÄUFER Verlagsbuchhandlung. Vorbestellungen sind unter 03831/6660555 oder info@strandlaeufer-verlag.de möglich. Die Tickets kosten 20 Euro, Schüler und Studenten zahlen die Hälfte. Die STRANDLÄUFER hoffen, dass sich insbesondere junge Leute die Gelegenheit, die engagierte russische Bürgerrechtlerin kennenzulernen, nicht entgehen lassen. Irina Scherbakowa als studierte Germanistin spricht sehr gut Deutsch und scheut keine Frage ihres Publikums.

Ab in den Garten!

Entspannt und heiter – das galt nicht nur für das Lesungspublikum in der Gartensparte Andershof, sondern auch für Autor Peter Hoffmann. Foto: K. Hoffmann

Bei strahlendem Sonnenschein und Vogelgezwitscher veranstaltete die Gartensparte Andershof kürzlich eine Krimi-Lesung mit Peter Hoffmann. Er stellte seinen Stralsund-Krimi „Echte Strunken“, der bekanntermaßen im Kleingarten-Milieu spielt, einem heiteren und gelassenen Publikum vor. Der Spaß war auf beiden Seiten: „Ich habe selten in einer so entspannten Atmosphäre gelesen. Vielleicht sollte man nur noch in den Garten gehen mit solchen Veranstaltungen“, meinte der Stralsunder Autor.

Der Dank des STRANDLÄUFER Verlages für diese wirklich gelungene Veranstaltung gilt dem Vereinsvorstand in persona Jörg Diedrichsen. Der hatte unkompliziert und engagiert die Organisation übernommen, bewirtete die Lesungsgäste mit Getränken und Anekdoten aus dem Leben eines Kleingärtners. Die Gartensparte Andershof feiert in diesem Jahr ihr 100. Jubiläum und möchte sich deshalb vielfältigen Veranstaltungen öffnen.

Papierkunst

Ein neues Stralsund-Souvenir findet man seit Neuestem in der STRANDLÄUFER Verlagsbuchhandlung: ein Notizbuch mit einem feinen 3 D-Blick auf die Stralsunder Silhouette. Die Miniatur-Stadtansicht, die sich auf 200 Notizbuch-Seiten Schicht für Schicht entfaltet, lässt sich wie ein Daumenkino aufblättern. Das kleine Papierkunstwerk wurde von einer Spezialdruckerei in China gefertigt, die dafür modernste Laser-Technik mit traditioneller Handarbeit kombiniert. Der STRANDLÄUFER Verlag als Auftraggeber lieferten die Anregungen, welche Sehenswürdigkeiten in das Papierbild aufgenommen werden sollten und half bei der Gestaltung. Herausgekommen ist ein wunderschönes Stralsund-Notizbuch, das Papierkunst mit Gebrauchswert vereint.

 

Seite 1 von 23