Friedensnobelpreisträgerin kommt nach Stralsund
Am 10. Juli 2026 ist Irina Scherbakowa Gast des nächsten STRANDLÄUFER-Lesungsabends. Sie stellt ihr Buch „Der Schlüssel würde noch passen – Moskauer Erinnerungen“ vor, das Ende vorigen Jahres bei Droemer erschienen ist. Das neue Buch der renommierten und vielfach ausgezeichneten Historikerin, Publizistin und Schriftstellerin erzählt von den kurzen Jahren der Perestroika. Scherbakowa berichtet vom Alltag und vom politischen Aufbruch in Moskau und auf dem Land zu Beginn der 1990er-Jahre. Sie beschreibt die ungewohnte Freiheit und wie die Menschen mehr schlecht als recht damit umzugehen lernten. Das Thema der Autorin ist auch ihre bis heute andauernde aktive politische Tätigkeit und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur.
Irina Scherbakowa, die nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges ins Exil gehen musste und jetzt in Berlin lebt, ist eine der bedeutendsten russischen Oppositionellen. Sie ist Mitgründerin der Menschenrechts-Organisation „Memorial“, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
Wer die Begegnung mit dieser mutigen und beeindruckenden Frau sucht, hat am 10. Juli um 19 Uhr bei der Lesung im STiCer-Theater (Alte Eisengießerei, Frankenstr. 61) Gelegenheit. Der Kartenvorverkauf läuft bereits in der STRANDLÄUFER Verlagsbuchhandlung. Vorbestellungen sind unter 03831/6660555 oder info@strandlaeufer-verlag.de möglich. Die Tickets kosten 20 Euro, Schüler und Studenten zahlen die Hälfte. Die STRANDLÄUFER hoffen, dass sich insbesondere junge Leute die Gelegenheit, die engagierte russische Bürgerrechtlerin kennenzulernen, nicht entgehen lassen. Irina Scherbakowa als studierte Germanistin spricht sehr gut Deutsch und scheut keine Frage ihres Publikums.